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Handy-Absatzzahlen stimmen Analysten optimistisch

30.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach guten Handy-Verkaufszahlen im dritten Quartal haben die Analysten von Strategy Analytics ihre Absatzprognose für das Gesamtjahr erhöht. Die Marktforscher rechnen nun, dass bis Jahresende weltweit 492 Millionen Mobiltelefone an Mobilfunkanbieter und Zwischenhändler geliefert werden. Verglichen mit dem Vorjahresabsatz würde dies einen Zuwachs um 15 Prozent bedeuten. Im kommenden Jahr rechnen die Marktforscher mit einem Absatzwachstum von neun Prozent auf 536 Millionen Funktelefone.

Im August hatte die britisch-amerikanische Marktforschungsfirma für 2003 noch einen Anstieg der Verkaufszahlen um sechs Prozent auf 455 Millionen Handys vorausgesagt. Wie Strategy Analytics aber etwas später herausfand, wurden in den Monaten Juli, August und September mit 131,9 Millionen Geräten 23 Prozent mehr Mobiltelefone verkauft als im Vorjahreszeitraum. Damit verbuchte das Segment bereits das dritte Quartal in Folge ein zweistelliges Wachstum - für die Auguren ein klares Zeichen für eine starke Erholung im Handy-Markt.

Laut Strategy Analytics konnte Nokia auch im dritten Quartal seine Führungsposition im weltweiten Handy-Geschäft bestätigen. Der Marktanteil der Finnen sank jedoch gegenüber dem vorangegangenen Dreimonatszeitraum von 37 auf 35 Prozent. Motorola steigerte seinen Anteil von 14,2 auf 15,3 Prozent und behauptete sich damit vor Samsung auf dem zweiten Platz. Die Südkoreaner erhöhten ihren Marktanteil von 10,8 auf 11,4 Prozent. Auch Siemens konnte wachsen - statt nur 7,2 Prozent trugen im Berichtszeitraum nun 8,7 Prozent der verkauften Handys das Logo der Münchner. Der Marktanteil von Sony-Ericsson ging dagegen von sechs auf 5,4 Prozent zurück. Damit fiel das Joint-Venture im weltweiten Ranking erstmals hinter Südkoreas LG (5,8 Prozent) auf den sechsten Platz zurück. (mb)