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Handspring sieht wieder Land

19.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - PDA-Spezialist Handspring kann wieder etwas aufatmen: Nach den schweren Umsatzeinbrüchen im dritten Quartal - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hatten sich die Einnahmen auf 60 Millionen Dollar halbiert - wähnt sich das Unternehmen angesichts seiner jüngsten Ergebnisse nun wieder im Aufwind. Zwar befand sich der Hersteller im vierten Quartal seines Geschäftsjahrs (Ende: 29. Juni) mit einem Netto-Verlust von 15,4 Millionen Dollar (11 Cents pro Aktie) noch immer in der Minus-Zone - angesichts der Verluste im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (67,2 Millionen Dollar) sieht das Unternehmen jedoch bereits Licht am Ende des Tunnels.

Trotz rückläufiger Umsatzentwicklung - im vierten Quartal fielen die Einnahmen von 61 Millionen Dollar im Vorjahr auf 49 Millionen Dollar - zeigt sich Handspring optimistisch, bis zum Jahresende wieder zur Profitabilität zurückzukehren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Hersteller einen Gesamtumsatz von 240, 7 Millionen Dollar, im vergangenen Jahr waren es 370,9 Millionen Dollar. Als derzeitige Hoffnungsträger sieht Handspring seine "Treo"-Smartphones, eine Kombination aus Organizer und Mobiltelefon. Obwohl der Anbieter über den Verkauf seiner Palm-OS-basierten PDAs nach wie vor seinen Hauptumsatz einnimmt, rechnet Handspring in den kommenden Monaten insbesondere durch die Markteinführung seines jüngsten Communicators "Treo 300" im September mit einem beträchtlichen Absatzschub. Für sein erstes Fiskalquartal erwartet der Hersteller einen Umsatz zwischen 50 und 60 Millionen Dollar, im zweiten sollen es dann 80 bis 90 Millionen Dollar werden.

(kf)