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Handover zu GSM besteht erste Tests

03.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Ericsson konnte auch Nokia einen Handover von den neuen Internet-basierenden Mobilnetzen auf bestehende digitale Mobilfunknetze demonstrieren. Nach Angaben des finnischen Mobilfunkkonzerns ist es in Kooperation mit dem italienischen Netzbetreiber Vodafone Omnitel gelungen, eine unterbrechungsfreie Sprachverbindung zwischen einem 3G-Netz auf Basis der WCDMA-Technik (Wideband Code Divisional Multiplex Access) und einem bestehenden GSM-Netz herzustellen. Die nahtlose Zusammenarbeit zwischen WCDMA und GSM bestätige die Reife der WCDMA-basierenden Netze für den Masseneinsatz, kommentiert Nokia-Sprecherin Tuula Putkinen das erfolgreiche Experiment.

Call-Handover zwischen 3G- und GSM-Netzen sind ein wichtiger Faktor, da das UMTS-Netz in der momentanen Frühphase zunächst lediglich Regionen rund um größere Städte abdeckt. Nutzer von Mobiltelefonen, die für den Einsatz in beiden Netzgattungen ausgelegt sind, können somit außerhalb von 3G-Zellen auch Anrufe von GSM-Netzen tätigen und empfangen. In Europa sind Call-Handover-Services noch nicht verfügbar, da hier der Aufbau der 3G-Netze noch vorwiegend in den Kinderschuhen steckt.

Analysten äußern sich skeptisch zu den bislang absolvierten Tests. Nach Ansicht von Bena Roberts, Analystin bei Current Analysis, beweisen die bisherigen Handover-Demonstrationen noch lange nicht, dass der Service auch in Real-Live-Szenarien funktioniert. Gewissheit gebe es erst, wenn die 3G-Netze an den Start gehen, so Roberts. (kf)