SAP In-Memory-Computing

HANA soll neue Ära der Datenanalyse einläuten

02.12.2010
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  Die In-Memory-Technologie des Walldorfer Software-Konzerns SAP erhält mit HANA neuen Schub. Künftig sollen Datenabfragen in der Größenordnung von mehreren Milliarden Datensätzen in Sekundenschnelle möglich sein.

Der Software-Konzern SAP hat im Rahmen des asiatisch-pazifischen Ablegers seiner Technologie-Hausmesse TechEd, die derzeit im indischen Bangalore und im chinesischen Shanghai stattfindet, den Launch seines neuen Software-Produktes HANA verkündet. Die Applikation mit der vollständigen Bezeichnung High-Performance Analytic Appliance werde Kunden künftig ermöglichen, die "enorme transformative Kraft" der In-Memory-Technologie für ihr Unternehmen zu nutzen, erläutet Vishal Sikka, Vorstandsmitglied und Technikchef bei SAP, die Bedeutung von HANA . "Damit hat SAP den Meilenstein gelegt für ein neues Zeitalter in der Datenanalyse."

Milliarden von Datensätzen in Minutenschnelle

Die vorgestellte erste Version von SAP HANA ist das Ergebnis eines begleiteten Innovationsprogramms, das SAP gemeinsam mit Schlüsselpartnern und -kunden durchgeführt hat. Auf Basis der Resultate des Programms geht SAP davon aus, künftig Datenabfragen im Größenbereich von 500 Milliarden Datensätzen mit Antwortzeiten unter einer Minute durchführen zu können. HANA soll sich nach Angaben von SAP überdies mit der Leistungsfähigkeit im Hardware-Bereich fortentwickeln. So erwartet der Walldorfer IT-Konzern, dass Firmen bald in der Lage sein werden, In-Memory-Computing auf Maschinen zu betreiben, die über 1.000 und mehr Rechenkerne verfügen. Das ermögliche selbst komplexe Datenanalysen in Echtzeit, verspricht SAP.

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