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HAL2001: "Code Red" von Amateuren gemacht

13.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Würmer und Trojanische Pferde waren ein großes Thema auf der Hackerkonferenz "HAL2001" im niederländischen Enschede. Jonathan Wignall, Mitglied des britischen Data and Network Security Council meinte, Würmer wie die kürzlich aufgetauchten "Code Red", "Code Red II" und "Sircam" seien zwar lästig, aber nicht wirklich gefährlich. Ein "guter" Wurm müsse klein sein, auf unerfahrene Benutzer abzielen und sich effektiv reproduzieren. Dies treffe auf "Sircam" und "Code Red" nicht zu. "Sircam" sei zu groß, da in Delphi geschrieben, die "Code-Red"-Varianten seien ineffektiv, da sie sich an zufällig ermittelte Adressen weiterverschicken. Aber sie deuteten zumindest an, was möglich ist, so der Experte. "Code Red" kennzeichnet bereits eine neue Generation von Schädlingen, die sich ohne Zutun eines Benutzers verschickt.

Bislang musste typischerweise ein E-Mail-Anhang geöffnet werden, um einen Wurm weiterzuverbreiten. Professionell programmiert, könnten neue Würmer gezielt einzelne Bereiche des Internet lahm legen.