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Haitec baut weiter kräftig um

09.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf PLM (Procuct-Lifecycle-Management) und IT-Dienstleistungen spezialisierte Münchner Haitec AG hat per Ad-hoc-Mitteilung ihre mittelfristige Zukunftsplanung erläutert. Bis Ende des Jahres werden die Tochterfirmen Haitec Business IT Solutions (Frankfurt/Main) und Haitec Consulting & Support GmbH (Übersee/Chiemsee) zur Haitec Systemintegration GmbH zusammengelegt. Ferner werden die Münchner Töchter Haitec Technology Center GmbH und Haitec Product Lifecycle Management GmbH zur Haitec Product Lifecycle Management GmbH verschmolzen.

Die ebenfalls in München ansässige Haitec Services GmbH wird über einen Management-Buyout veräußert, der Kaufpreis ist nicht bekannt. Einen Käufer sucht Haitec außerdem für seine Tochter Preis24.com (mit einem Verlustvortrag von rund 4,5 Millionen Euro und ohne operatives Geschäft vermutlich kein ganz leichtes Unterfangen). Die österreichische Tochter Haitec Ges.mbH Österreich, Linz und Salzburg, wird auf die neue Haitec Product Lifecycle Management GmbH übertragen und soll ihr operatives Geschäft unter deren Führung betreiben.

Seit Anfang 2004 hat Haitec nach eigenen Angaben 49 Mitarbeiter abgebaut. Zu Ende September beschäftigte das Unternehmen noch 82 Mitarbeiter. Fünf davon werden die Firma zu Ende dieses Jahres noch verlassen. Die Personalanpassungen hätten im Wesentlichen die Verwaltung betroffen, hieß es, weitere Personalmaßnahmen seien nicht geplant. Aus Kostengründen werden aber die Niederlassungen in Essen sowie zwei von drei Filialen in Übersee/Chiemsee geschlossen.

Für das Ende September abgeschlossene Geschäftsjahr 2004 erwartet Haitec trotz deutlichen Umsatzrückgangs und negative Sondereffekte durch Restrukturierung und Kapitalmaßnahmen ein negatives EBIT in etwa der Höhe des Vorjahresergebnisses. Ihre Liquiditätslage und Eigenkapitalquote bezeichnen die Münchner als weiterhin "angespannt und knapp bemessen".

Für das laufende Geschäftsjahr avisiert Haitec gut 15 Millionen Euro Umsatz sowie einen operativen Gewinn von 1,1 Millionen Euro. Der EBITDA-Verlust soll deutlich geringer ausfallen als der für 2003/2004. (tc)