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Am Point of Sale

Händler verschenken Preispotenziale

12.08.2010
Händler könnten vielfach höhere Preise für ihre Produkte verlangen, so ein Studie der GfK. Dazu müssen allerdings Sortiment, Produkt, Service und Standort stimmen.

Der Lebensmittelhandel lässt bei seiner Preisgestaltung Spielräume oft ungenutzt, hat eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und der SAP ergeben. Vielfach orientierten sich Vollsortimenter an den Niedrigvorgaben der Discounter und verschenkten so wertvolle Preispotenziale. Dabei würden Verbraucher bei vielen Warengruppen höhere Preise akzeptieren, wenn sie Sortiment, Produkt, Service und Standort überzeugten. Über die Studie: Die Studie "Preisoptimierung im deutschen Lebensmitteleinzelhandel" basiert auf den Auswertungen des GfK Haushaltspanels (GfK ConsumerScan). Grundlage waren die Daten aus dem Jahr 2009. Das Haushaltspanel der GfK wertet regelmäßig das Einkaufsverhalten von 30.000 Haushalten in Deutschland aus.

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Das Preisverhalten der Kunden lässt sich relativ genau kategorisieren, sagen die Marktbeobachter. Die höchste Preissensitivität legen Verbraucher bei den Produkten an den Tag, die sie regelmäßig konsumieren. In diesen 40 Warengruppen (von insgesamt 275) werden Preiskorrekturen vom Konsumenten schnell erkannt. Preiserhöhungen wirken sich direkt negativ auf den Absatz. Hier verliert der Vollsortimenter den Preiskampf gegen den Discounter, lautet das Fazit der Marktforscher.

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