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Hacker-Versicherungen: Für Windows teurer

30.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wer sich bei J.S. Wurzler aus Okemos, Michigan, gegen Angriffe durch Hacker versichern lässt (Wurzler ist eine der ersten Agenturen, die einen derartigen Schutz offerieren), der zahlt künftig fünf bis 15 Prozent Risikozuschlag, wenn seine Systeme unter Windows NT/2000 statt unter Unix oder Linux laufen. "Wir hatten schon immer das Gefühl, dass Windows NT ein hohes Risiko darstellt", erklärt Senior Vice President Walter Kopf. "Wir haben nun festgestellt, dass das Risiko eines Versicherungsfalls für das Microsoft-Betriebssystem höher ist. Und wo das Risiko höher ist, da steigen nun mal die Prämien." Wurzler ist bislang allerdings der einzige Versicherer, der Microsoft-Anwender derart benachteiligt. Andere Anbieter, die ähnliche Policen im Programm haben (darunter Marsh & McLennon, Aon sowie Arthur Gallagher & Company), wollten bislang vergleichbare Pläne nicht bestätigen. "Es hat den Anschein, als ob Microsofts Server- und Client-Software mehr Patches braucht und den Anwendern damit höhere Kosten bei der Systemverwaltung verursacht", kommentiert Richard Smith, Chief Technology Officer der Privacy Foundation. "Interessant zu sehen, dass einige Versicherer hier mit der Zeit gehen."