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Hacker stehlen Amazon-Tochter 98.000 Kreditkartennummern

06.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Seit Oktober letzten Jahres tummelten sich Einbrecher im Server der Amazon-Tochter Bibliofind. Sie klauten Adressen und Kreditkartennummern von insgesamt 98.000 Kunden. Der Online-Buchhändler ist spezialisiert auf seltene oder nicht mehr lieferbare Bücher. Er entdeckte den Einbruch Ende vergangener Woche und nahm die Site über das Wochenende vom Netz. Seit Montag ist der Dienst wieder online.

Bibliofind.com, das im April 1999 von Amazon gekauft wurde, informierte die Kunden, das FBI und die Kreditkarteninstitute über den Einbruch. Eigenen Angaben zufolge gibt es bislang keine Informationen darüber, ob die Kreditkartennummern missbräuchlich genutzt wurden. Sicherheitsexperten zufolge könnten die Angreifer in den fünf Monaten jedoch noch mehr angestellt und eine Hintertür zum Amazon.com-Server geöffnet haben. Das Ausmaß der Attacke sei dann erst in einiger Zeit festzustellen. Firmensprecherin Patty Smith wiegelt ab: Der Amazon- und der Bibliofind-Server tauschten keine Kundendaten aus. Da jedoch ein Austausch mit musicfile.com stattfindet, wurde dieser Dienst ebenfalls vom Netz genommen.