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Hacker spähen AOL-Accounts aus

19.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein Vorfall aus der vergangenen Woche wirft ein seltsames Licht auf die Sicherheitsmechanismen des weltgrößten Internet-Providers und Online-Dienstes America Online (AOL). Hackern gelang es, eine "beschränkte Anzahl" von Kundendaten (vermutlich um die 500, möglicherweise inklusive Kreditkarten) auszuspähen, und zwar mit einem ganz simplen Trick: Sie schickten dem Kundendienst des Unternehmens ein Mail, an die ein Spähprogramm angehängt war. Dieses wurde offenbar nicht nur heruntergeladen, sondern auch noch prompt ausgeführt - und das nach den jüngsten Attacken von "Melissa", "ILOVEYOU" und Co. "Man sollte meinen, die Leute müssten es inzwischen besser wissen", moniert Richard Smith, Internet-Sicherheitsberater aus Brookline, Massachusetts. AOL spielt die Angelegenheit natürlich herunter. Man werde die nötigen Maßnahmen ergreifen, um solche Attacken

künftig auszuschließen, erklärte Konzernsprecher Rich D´Amato, ohne ins Detail zu gehen. "Wir verwenden die schärfsten verfügbaren Sicherheits-Levels", beteuerte der AOL-Mann.