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Hacker droht mehrjährige Freiheitsstrafe

02.03.2006
IT-Mitarbeiter einer US-Behörde hat seinen Chef heimlich ausspioniert.

Ein ehemaliger IT-Systemprüfer des US-Bildungsministeriums wird des Computer-Hackings bezichtigt und muss mit fünf Jahren Gefängnis sowie einer Geldstrafe von 250.000 Dollar rechnen: Nach einer Mitteilung des US-Justizministeriums wird dem Angeklagten zur Last gelegt, die E-Mail-Kommunikation sowie die PC-Nutzung seines Abteilungsleiters heimlich überwacht zu haben. Der 34jährige soll gestern vor dem US-Bezirksgericht in Columbia gestanden haben, sich unautorisiert Zugriff auf einen geschützten Computer verschafft und damit einer kriminellen oder unerlaubten Handlung schuldig gemacht zu haben.

Nach Angaben des Justizministeriums hatte der Angeklagte, der im Rahmen seiner Tätigkeit Information-Security-Management-Systeme prüfte, zunächst eine Software auf den Computer seines Chefs gespielt, um nach Belieben auf dessen Speicher zugreifen zu können. Später soll er auf diesem Weg auch die digitale Kommunikation sowie die Surf-Gepflogenheiten seines Vorgesetzten ausspioniert und Details an seine Kollegen weitergegeben haben. (kf)