Zugangsdaten von Unternehmen abgephisht

Hacker-Angriff auf Emissionshandel

03.02.2010
Ein groß angelegter Datendiebstahl hat nach einem Zeitungsbericht die amtlichen Register für den Emissionshandel in halb Europa lahmgelegt.
Die DEHSt geht vorerst auf Nummer sicher.
Die DEHSt geht vorerst auf Nummer sicher.

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Mittwoch) überarbeiten die betroffenen Behörden derzeit ihre Sicherheitssysteme, nachdem Hacker am vergangenen Donnerstag die Zugangsdaten zahlreicher Unternehmen erbeuteten. Die Hacker hätten so Verschmutzungsrechte gestohlen und sie weiterverkauft. Das Bundeskriminalamt sei eingeschaltet.

Den Rechtehandel über Broker oder die Energiebörse EEX habe der Hackerangriff zwar nicht beeinträchtigt. Die dabei notwendigen Eintragungen in amtliche Datenbanken seien aber derzeit nicht möglich. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) in Potsdam habe am Freitag den Betrieb eingestellt. Dabei bleibe es mindestens für den Rest dieser Woche, sagte eine Sprecherin der Zeitung. Am Dienstag waren nach dem Bericht auch Schwesterbehörden in Belgien, Dänemark, Spanien, Ungarn, Italien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien geschlossen. Die laufenden Transaktionen sollen später in die Register nachgetragen werden. (dpa/tc)