Zahlenmenschen aufgepasst

Haben Techniker wirklich Angst vor Innovationen?

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT.

Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Die unternehmensinterne Personalauswahl spült primär die pragmatischen "Macher" nach oben. Das ist schlecht für die Firmen, sagt Bernhard Kuntz.

Viele Manager scheuen Innovationen, denn deren Erfolg lässt sich nur bedingt vorhersagen. Eine Ursache hierfür ist: Die firmeninterne Personalauswahl spült primär pragmatische Macher und Zahlenmenschen nach ganz oben. Wer neue Wege beschreiten möchte, kann sich dabei aber nur selten auf Zahlen stützen.

Das ist der Grund, warum viele Manager Angst vor Innovationen haben, wie Dr. Georg Kraus im Kontakt mit Unternehmensführern immer wieder feststellt. Dabei gehört es zu ihren Kernaufgaben, dafür zu sorgen, dass ihr Unternehmen auch künftig mit Erfolg agiert.

Quelle: Fotolia, M. Schäfer
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Eine Ursache hierfür ist laut Aussagen des Inhabers der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal: "Das operative Tagesgeschäft erfordert von Managern ein hohes Maß an Pragmatismus und Bodenständigkeit. Deshalb bleiben im Auswahlprozess auf dem Weg nach oben oft die pragmatischen Macher übrig." Diese betrachten Innovationen primär als Business-Cases und gehen sie erst an, wenn klar ist: Das rechnet sich. Innovationen haben aber stets etwas Schöpferisches. Neues soll geschaffen werden. Deshalb lässt sich das, was aus dem (Such-)Prozess herauskommt, nur bedingt vorher sagen.