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Gute Noten für Energiesparlampen

28.02.2008
Von pte pte
In einer Pressekonferenz heute, Donnerstag, hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) http://www.konsument.at/ mit seinem Testmagazin "Konsument", die Testergebnisse aus dem Vergleich von 24 Energiesparlampen präsentiert. Die Tester kamen zum Ergebnis, dass Konsumenten für Sparlampen zwar tief in die Tasche greifen müssen, der Kauf sich aber dennoch auszahlt. So senken Energiesparlampen nicht nur den Stromverbrauch, sie schonen auch die Umwelt.

Rund 66 Mio. Glühbirnen sind in Österreichs Haushalten im Einsatz. Acht Mio. davon sind bereits Energiesparlampen. Alleine im Vorjahr wurden zwei Mio. Energiesparlampen verkauft. Der Trend zu Sparlampen liegt ganz im Sinne der EU, denn diese möchte ab 2009 Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Ein Grund mehr, die Sparlampen einem Test zu unterziehen.

Der VKI prüfte die Energiesparlampen auf lichttechnische Eigenschaften, Umweltbelastungen und Herstellerangabe. Ein negativer Aspekt von Energiesparlampen kommt der Helligkeitsabnahme bei fortschreitender Brenndauer zu. Nach Angaben der Tester muss eine Sparlampe länger als 1.000 Brennstunden halten, damit sich die Investition lohnt. 17 Prozent der getesteten Lampen verloren bereits nach 2.000 Stunden an Helligkeit. In der Minderheit waren jene Lampen, die weniger als 20 Prozent an Helligkeit verloren.

Trotzdem lohnt sich der Umstieg von Glühbirnen auf Energiesparlampen auf jeden Fall: "Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt spart rund 63 Euro pro Jahr an Stromkosten", erklärt Franz Floss, Geschäftsführer des VKI. "Mit einem Umstieg auf Energiesparlampen spart ein österreichischer Haushalt 215 Kilogramm CO2 pro Jahr. Hochgerechnet auf ganz Österreich bedeutet das rund 750.000 Tonnen CO2 jährlich", ergänzt der Konsument-Energieexperte Mirko Bernhard. Der Griff zu Billigprodukten ist nur bedingt sinnvoll. Markenprodukte schnitten im Test eindeutig besser ab. Für jene Bereiche, in denen aus Komfort- und Sicherheitsgründen möglichst schnell viel Licht gefragt ist, rät Bernhard die Herstellerangaben zu beachten, denn nicht alle Sparlampen leuchten ohne Verzögerung auf oder erreichen schnell ihre Helligkeit.

Beim Kauf von Energiesparlampen müssen Konsumenten zudem darauf achten, dass häufiges Ein- und Ausschalten einige Sparlampen nicht vertragen. Für Bereiche wie Bad, WC oder Stiegenhaus sind die Herstellerangaben zu beachten. Auch gehören Energiesparlampen aufgrund ihres Quecksilbergehaltes in den Sondermüll. Diese werden von den kommunalen Sammelstellen unentgeltlich zurückgenommen. (pte)