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Gütliche Einigung im US-Kartellprozess gegen Microsoft in der Kritik

11.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In den USA wachsen die Zweifel, ob die im Jahr 2002 erzielte außergerichtliche Einigung mit Microsoft das Geschäftsgebaren des Softwarekonzerns beeinflusst hat. Ausgerechnet die Bezirksrichterin Colleen Kollar-Kotelly, die den Vergleich seinerzeit in die Wege geleitet hatte, zeigt sich diesbezüglich skeptisch. In einer Expertenanhörung in Washington fragte sie Juristen aus dem Regierungslager, ob die Einigung sich in irgendeiner Weise auf die Dominanz Microsofts im PC-Markt ausgewirkt habe. Die Regierungsvertreter verneinten dies: Es gebe keine nachweisbaren Veränderungen; das Justizministerium habe auf diese Frage auch "keine gute Antwort". Ein ebenfalls anwesender Anwalt Microsofts trat dieser Einschätzung entgegen: Der Vergleich habe die Wettbewerbsbedingungen für Konkurrenzprodukte des "Internet Explorer" verbessert. Dazu gehöre auch der Open-Source-Browser "Firefox". (wh)