500-Euro-Notebooks

Günstige Einsteiger-Laptops

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Wer annimmt, man müsse sich in der Klasse unter 500 Euro mit Minimallösungen wie dem Eee PC begnügen, irrt gewaltig. Denn schon hier gibt es viel Notebook für wenig Geld.

Wer fürchtet für unter 500 Euro nur Netbooks mit winzigem Display, handyähnlicher Tastatur und bescheidener Rechenleistung zu bekommen befindet sich auf dem Holzweg. Man muss keineswegs auf minimalistische Lösungen, wie den Eee PC, zurückgreifen. Ganz im Gegenteil für unter 500 Euro findet man eine Reihe Standart-Notebooks, die mit ihrem 15,4 Zoll Display und akzeptabler Rechenleistung für alltägliche Anwendungen, wie auch als PC-Ersatz eine mehr als gute Figur machen.

Kein Problem bei Office & Internet

Die Laptops der 500 Euro Klasse werden von Standartanwendungen, wie Office vor keine größeren Schwierigkeiten gestellt. Einzig bei komplizierten Excel-Kalkulationen muss man leichte Tempo-Einbußen hinnehmen.
Auch das Surfen im Internet meistern sie problemlos. Selbst anspruchsvollere Aufgaben, wie das Abspielen von Flash Videos stellen kein Problem dar.
Selbst Bildbearbeitung ist, sieht man einmal von rechenintensiven Filtern ab, die zu Verlangsamungen führen, weitestgehend problemlos möglich.

Multimedia Anwendungen stellen, High-Definition außen vor gelassen, kein Problem dar. Für HD fehlen den Notebooks jedoch die passenden Blu-Ray-Laufwerke, zudem sind CPU und Grafikkarte zu schwach, um eine ruckelfreie Widergabe zu gewährleisten. Darüber hinaus sind die Displays für einen ungetrübten HD-Genuss qualitativ einfach nicht ausgelegt. Anders sieht es da schon bei klassischen DVD und Divx-Videos aus. Hier meistern fast alle unserer Testkandidaten sogar WMV-HD in 720p-Auflösung.

Auch bei der Ausstattung muss man nicht viele Kompromisse machen: Ein DVD-Brenner gehört zur Standardausstattung. Die Festplatten sind je nach Notebook 120 bis 250 GB groß – für die meisten Anwender dürfte das genügen. Netzwerkseitig bieten die Billig-Notebooks Fast-Ethernet-Anschluss fürs Kabel-LAN und mindestens WLAN nach Standard 802.11g – einige Geräte arbeiten auch mit dem schnelleren 11n-WLAN. Bluetooth ist in dieser Preisklasse dagegen selten.

Bei den Schnittstellen muss man genauer hinschauen, ob die gewünschten Buchsen vorhanden sind: USB-Ports gibt’s immer – manchmal aber nur drei. Auch Firewire zum Anschluss eines Camcorders oder ein Speicherkartenleser ist meistens, aber nicht immer vorhanden.