ERCIS Launch Pad

Gründerwettbewerb sucht IT-Ideen

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Das European Research Center for Information Systems (ERCIS) der Universität Münster startet seinen Gründungswettbewerb "Launchpad". Für Till Achinger hat sich die Bewerbung schon zwei Mal ausgezahlt.
Vor zwei Jahren gewann Till Achinger (zweiter von links) den mit 2000 Euro dotierten Gründerpreis Launch Pad.
Vor zwei Jahren gewann Till Achinger (zweiter von links) den mit 2000 Euro dotierten Gründerpreis Launch Pad.
Foto: Launchpad

Till Achinger kann sich noch gut erinnern, wie er von der Jury aus Beratern, Kapitalgebern und erfahrenen Gründern gegrillt wurde. Um ein IT-Urgestein wie Ernst Dehnert, Professor und Gründer des Softwarehauses sd+m, zu überzeugen, müsse man seine Ideen nicht nur strukturiert präsentieren, sondern auch schlüssig auf kritische Fragen antworten können. Achinger hat das bereits zwei Mal geschafft, einmal 2008 mit seiner Idee eines Online-Konfigurators, mit dem sich Kaffeemischungen zusammenstellen lassen.

Mittlerweile unterhält das ehemalige Startup "Sonntagmorgen" eine eigene Kaffeerösterei, und Achinger kümmert sich nur noch um das Online-Marketing. 2011 gewann den Gründungswettbewerb "Launch Pad" der Universität Münster erneut. Dieses Mal mit einer Technologie der Universität Weimar, die es erlaubt, Produktfotos automatisch und exakt freizustellen. Sein zweites Unternehmen heißt Fast Forward Imaging GmbH, beschäftigt mittlerweile fünf Mitarbeiter und etliche Freiberufler und erwirtschaftet schon erste Umsätze.

Zweifach-Gründer Till Achinger wurde durch den Launch-Pad-Wettbewerb bestärkt.
Zweifach-Gründer Till Achinger wurde durch den Launch-Pad-Wettbewerb bestärkt.
Foto: Fast Forward Imaging

Für Achinger waren die Siege im Launch-Pad-Gründerwettbewerb ein wichtiger Motivationsfaktor: "Durch den Preis wird man bestärkt, dass man auf einem guten Pfad unterwegs ist. " Gründungswilligen, die außer einer guten Idee noch nicht sehr viel haben, helfe es, diese vor der Jury zu vertreten. Außerdem können sie sich durch den Wettbewerb mit anderen Teilnehmern und den Juroren vernetzen.

Da der Wettbewerb vor allem Ideen prämiert, reicht es, wenn die Gründer einer Ideenskizze einreichen und das Produkt beschreiben. Auch sollten sie sich schon darüber Gedanken gemacht haben, wie es technisch umgesetzt werden kann und wer es kaufen soll. Beim seiner zweiten Bewerbung konnte Achinger sogar einen Prototyp und einen Versuchsaufbau vorweisen.

Jury vergibt fünf Preise

Bis zum 15. November können Studenten, Absolventen, aber auch Schüler und andere Gründungsinteressierte ihre Ideen beim Gründungswettbewerb Launch Pad einreichen. Die Finalisten können am 4. Dezember ihre Ideen und Konzepte einer interessierten Öffentlichkeit sowie der Jury vorstellen. Vergeben werden mehrere Preise, und zwar das innovativste Konzept, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Nutzen, für kommerzielle Verwertbarkeit für das beste Gesamtkonzept sowie ein Sonderpreis „Gründerbüro". Diese Preise werden von noventum consulting GmbH, Aschendorff digital, der NRW.Bank, der GAD eG und der Technologieförderung Münster GmbH bereitgestellt. „Wir wollen vor allem Studierende dazu bewegen, ihre Ideen auch tatsächlich in die Selbständigkeit zu bringen", sagt Professor Stefan Stieglitz von der Uni Münster.

Mehr Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.ercis-launchpad.de.