Gefördert und preisgekrönt

Gründer ziehen positive Bilanz für 2010

06.01.2011
Auch Jungunternehmer profitieren vom Aufschwung. 2010 war für sie ein gutes Jahr, 2011 soll es noch besser werden, hoffen drei Gründer aus Bremen, München und Koblenz.

Das gesamtwirtschaftliche Klima hat sich entspannt, Investoren werden wieder mutiger und allerorten spricht man vom Aufschwung. Auch die Hightech-Gründerbranche hat sich 2010 positiv entwickelt: Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Hightech-Gründerfonds neu aufgelegt, der Startups unterstützt. Auch eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, die mit Microsoft Deutschland umgesetzt wurde, belegt die leicht positive Entwicklung. Doch wie sehen deutsche Gründer diese Entwicklung? Welche Bilanz ziehen sie? Wie sehen ihre Aussichten für 2011 aus? Drei Jungunternehmer, die die Gründerinitiative "unternimm was." fördert, berichten:

Etabliert am Markt

Encoway aus Bremen ist mittlerweile erfolgreich am Markt etabliert. Das Unternehmen hat sich auf Softwarelösungen zur Angebotserstellung und Produktkonfiguration in der Investitionsgüterindustrie spezialisiert. "2010 war für uns ein ganz besonderes Jahr", sagt Geschäftsführer Christoph Ranze. " Wir haben unser zehnjähriges Bestehen gefeiert."

Christoph Ranze, Geschäftsführer von Encoway, beschäftigt mittlerweile mehr als 60 Mitarbeiter.
Christoph Ranze, Geschäftsführer von Encoway, beschäftigt mittlerweile mehr als 60 Mitarbeiter.
Foto: Encoway

Encoway, das 2005 als eines der ersten Startups in die Gründerinitiative "unternimm was" aufgenommen worden war, beschäftigt heute mehr als 60 Mitarbeiter und gehört dem von Microsoft neu gegründeten Alumni-Club für etablierte Startups an. Dort gibt es sein Wissen an junge Entrepreneure weiter. Was erwartet Ranze für 2011? "Wir wachsen stetig. Auch für das kommende Jahr suchen wir wieder Auszubildende und bieten Nachwuchskräften ein duales Studium in unserem Unternehmen."

Vorn dabei mit Augmented Reality

Auch für das bayerische Unternehmen Metaio war es ein erfolgreiches Jahr. Mit Augmented Reality und der durch Metaio entwickelten Plattform Unifeye lassen sich virtuelle, dreidimensionale Informationen lagegerecht in die Wirklichkeit einbinden. Zahlreiche internationale Firmen aus verschiedenen Industriezweigen vertrauen auf die Kompetenz des Unternehmens. Neben Produktentwicklungen für Lego setzte Metaio auch einen virtuellen Katalog für den Handelskonzern Otto um. Ein Markt, der im kommenden Jahr weiter auf Expansionskurs ist.

Metaio aus München setzt auf Augumented Reality.
Metaio aus München setzt auf Augumented Reality.
Foto: metaio

"Durch ‚Unternimm was.‘ haben wir uns dreimal im Rahmen des Microsoft-Cebit-Auftritts präsentiert und eine hohe Sichtbarkeit bei potenziellen Kunden erzielt, die wir sonst nicht so einfach erreichen hätten können", sagt Thomas Alt, einer der Geschäftsführer von Metaio. "Für 2011 planen wir, uns weiter international zu präsentieren. So werden wir bei der Engage! Conference in New York und auf der Consumer Electronics Show (CES) Anfang des Jahres in Las Vegas dabei sein." Neben dem Hauptsitz in München hat Metaio mittlerweile Niederlassungen in San Francisco und Seoul eröffnet.

Der Erfolg der Münchner Gründer freut auch Stephan Jacquemot, Projektleiter von "unternimm was." "Das Ziel unserer Initiative ist es, ambitionierte Startups aus der Hightech-Branche auf ihrem Weg zum erfolgreichen Unternehmen zu begleiten. Bei Metaio ist unsere Förderung voll aufgegangen."

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