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Kurzer Höhenflug beendet

Groupon-Aktie fällt unter Ausgabepreis

23.11.2011
Der Höhenflug der Schnäppchen-Website Groupon an der Börse währte nur kurz.

Mit einem rasanten Kurssturz fiel die Aktie am Mittwoch unter den Ausgabepreis von 20 Dollar. Im New Yorker Handel war das Papier nach einem Minus von rund 13 Prozent nur noch 17,30 Dollar wert.

Groupon vermittelt lokale Rabatte und kassiert dabei Provision.
Groupon vermittelt lokale Rabatte und kassiert dabei Provision.

Die Kursverluste hatten am Montag eingesetzt, als die Haltefrist für frühe Anteilseigner und Mitarbeiter auslief und sie ihre Aktien auf den Markt werfen konnten. Dass der Kurs dann deutlich nachgibt, ist bei Börsengängen nicht ungewöhnlich. Im Fall von Groupon setzte jedoch ein regelrechter Erdrutsch ein. Zum Handelsstart am Montag kostete die Aktie noch mehr als 26 Dollar. Am Dienstag schloss sie bereits nur noch hauchdünn über dem Ausgabepreis - in zwei Tagen verpuffte mehr als ein Viertel des Unternehmenswerts.

Bei Groupon können Unternehmen Rabatt-Coupons für ihr Geschäft anbieten. Der Deal kommt zustande, wenn eine bestimmte Anzahl von Interessenten zuschlägt. Groupon behält eine Kommission, typischerweise rund die Hälfte des Gutschein-Werts. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Zweifel am Geschäftsmodell, weil die Firma auch bei schnell steigenden Umsätzen immer wieder hohe Verluste einfuhr.

Der Groupon-Börsengang am 4. November war noch als Triumph gefeiert worden. Trotz der anhaltenden Zweifel und einiger Pannen auf dem Weg aufs Parkett ging der Kurs zeitweise sogar um 50 Prozent auf 30 Dollar hoch. Gründer und frühe Investoren wurden dadurch - zumindest auf Papier - zu Milliardären. Groupon erlöste mit dem Börsengang rund 700 Millionen Dollar. Der Börsenwert lag schon mit dem Ausgabepreis bei rund 12,6 Milliarden Dollar. (dpa/tc)