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Großbritannien: Cyber-Verbrechen boomt

23.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Das britische Kriminalamt "National Criminal Intelligence Service" (NCIS) veröffentlichte gestern auf einer Pressekonferenz einen nationalen Bericht über Verbrechen im Internet. Demnach habe jedes fünfte befragte Unternehmen in Großbritannien Hackerangriffe zu beklagen und über ein Drittel sei Opfer von E-Mail-Belästigungen geworden. Trotzdem fehlten bei fast 40 Prozent der Firmen fest definierte Internet-Sicherheitsbestimmungen. Die häufigsten Verbrechen im Internet sind der Behörde zufolge Virusattacken, Spam, Übergriffe durch Hacker und Betrug. In Zukunft sei vermehrt mit politisch motiviertem Computermißbrauch, Hackerattacken aus finanziellen Motiven (Kreditkarteninformationen), Insider-Handel, Industriespionage und anderen Verbrechen zu rechnen. Der NCIS verlangt nun die Gründung einer Spezialeinheit für Computerverbrechen und das Recht, bei begründetem Verdacht verschlüsselte Daten einsehen zu dürfen.