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Große Hersteller einigen sich auf Basisstandard für Web-Services

11.08.2004

Die IBM, Microsoft, SAP, Sun und Bea reichten ihren Vorschlag für Web Services Adressing (WS-Adressing) beim W3C ein. Dort soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die auf Basis dieses Vorschlags eine W3C-Empfehlung aussprechen soll.

WS-Addressing verfolgt das Ziel, einen transportunabhängigen Mechanismus zur Adressierung von Web-Services zu definieren. Er spezifiziert Nachrichten-IDs und Service-Endpunkte. Software wird dadurch in die Lage versetzt, Anfragen sowie Antworten über unterschiedliche Knoten eines Netzwerks weiterzuleiten, etwa über Anwendungen zur Zwischenverarbeitung der Nachrichten oder auch über Firewalls und Gateways.

Sieht man von der verwendeten XML-Syntax ab, gleichen die Informationen von WS-Adressing jenen eines Mail-Headers. Dort finden sich beispielsweise Elemente mit dem Namen "ReplyTo", "To" oder "From". Darüber lässt der eingereichte Vorschlag zu, dass Beziehungen zu anderen Services beschrieben werden können.

Obwohl es sich dabei um eine leichtgewichtige Technologie handelt, konnten sich die großen Firmen auf keinen gemeinsamen Nenner einigen. Bea, IBM und Microsoft hatten bereits im März 2003 einen ersten Entwurf für Ws-Adressing beim W3C eingereicht, der aber von einer anderen Herstellerallianz unter Führung von Sun und Oracle mit dem Gegenvorschlag WS-MessageDelivery beantwortet wurde. Die nunmehrige Einigung auf WS-Adressing gilt als direkte Folge des Friedensschlusses zwischen Microsoft und Sun. (ws)