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Greg Maffei hat schon genug von Larry Ellison

04.11.2005
Nur gut vier Monate hat es Greg Maffei als Finanzchef beim Datenbankriesen Oracle ausgehalten. Das kalifornische Unternehmen verliert damit in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal den CFO.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der berüchtigte "Dealmaker" hatte im Juni dieses Jahres die Nachfolge von Harry You angetreten, der im März nach nur acht Monaten bei Oracle als Chef zur Beratungsfirma BearingPoint gewechselt war. Maffei (45) kam von Microsoft und arbeitete teils im Oracle-Hauptquartier in Redwood Shores, teils auch in einer kleineren Niederlassung des Konzerns in der Nähe von Seattle, wo seine Familie lebt.

Offenbar hat der Manager ein neues Angebot erhalten, dass er nicht ablehnen konnte. Das "Wall Street Journal" berichtet, Maffei erwäge den Wechsel auf den CEO-Sessel einer anderen Firma, nachdem er eingesehen habe, dass er wohl nicht die Nachfolge von Oracle-Chef Lawrence "Larry" Ellison antreten werde. Er bleibt noch bis zum 15. November bei Oracle, anschließend übernimmt seine Aufgaben Safra Catz, die schon seit langen Jahren als Co-President unter Ellison arbeitet.

In einem kurzen Interview erklärte Greg Maffei, bei seinem Weggang gehe es "nicht darum, was bei Oracle richtig oder falsch läuft, sondern was das andere Angebot bietet". Weiter ins Detail wollte er nicht gehen. Ellison kommentierte: "Greg hat uns informiert, dass man ihm ein fantastisches Angebot unterbreitet hat. Wir wünschen ihm alles Gute." (tc)