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Grand Theft Auto bringt Take-Two in Fahrt

04.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die New Yorker Spieleschmiede Take-Two Interactive Software konnte ihren Nettogewinn im ersten Geschäftsquartal 2004/5 (Ende: 31. Januar) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 74 Prozent auf 55,2 Millionen oder 1,19 Dollar je Aktie steigern. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 502,5 Millionen Dollar zu.

Das Unternehmen profitierte insbesondere von der starken Nachfrage nach dem Action-Rennspiel "Grand Theft Auto: San Andreas". Der Titel zählte zu den Bestsellern für Sonys Playstation 2 (PS2) im Weihnachtsgeschäft. Insgesamt verkaufte Take-Two im vergangenen Dreimonatszeitraum zwölf Millionen Kopien des Spiels.

Nach dem guten Start ist die Company für den weiteren Jahresverlauf optimistisch: Im gesamten Geschäftsjahr rechnet Take-Two nun mit Einnahmen zwischen 1,3 Milliarden und 1,35 Milliarden Dollar, das sind 100 Millionen Dollar mehr als bislang erwartet. Unter dem Strich stellt die Spieleschmiede nun einen Gewinn von 2,10 bis 2,20 Dollar pro Aktie in Aussicht. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten bislang im Mittel einen Profit von 2,14 Dollar je Anteilschein bei 1,24 Milliarden Dollar Umsatz erwartet.

Der Motor des künftigen Wachstums bei Take-Two soll auch weiter Grand Theft Auto (GTA) sein. Der Spieleentwickler will im dritten Quartal Versionen für den PC und Microsofts Xbox auf den Markt bringen. Gleichzeitig erscheint eine Fortsetzung des Spiels ("Liberty City") für Sonys Playstation Portable (PSP).

GTA ist wegen seiner Gewaltszenen nicht unumstritten. Bereits 2003 hatten zwei Teenager in den USA den Vorgänger GTA III als Inspiration dafür angegeben, dass sie mit Gewehren auf vorbeifahrende Autos geschossen hatten. Dabei war ein Mensch getötet und ein zweiter schwer verletzt worden. (mb)