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Grammatik für Geschäftsprozesse

03.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine Spezifikation für die Modellierung von Geschäftsprozessen in heterogenen Systemen zu schaffen, hat sich die Business Process Management Initiative, kurz BPMI, zur Aufgabe gemacht. Jetzt stellt sie einen ersten Entwurf der Business Process Modeling Language (BPML) vor. Nach Angaben der BPMI.org handelt es sich bei dem BPML 1.0 genannten Draft um ein abstraktes Modell für ausführbare End-to-end-Prozesse, das verschiedene Unternehmensaktivitäten adressiere, darunter Transaktionen, Daten-Management und Exception Handling. In Form eines XML-Schemas werde eine "Grammatik" für die Festlegung und den Austausch von Prozessdefinitionen definiert, die unabhängig vom jeweiligen System oder einem spezifischen Modellierungswerkzeug gültig sei.

Wie die Initiative weiter ausführt, nutzt BPML 1.0 das Web Service Choreography Interface (WSCI), eine von Bea Systems, SAP, Sun Microsystems und Intalio entwickelte Spezifikation, mit deren Hilfe sich die Abläufe von systemübergreifenden Ereignissen und Transaktionen während des Web-Zugriffs auf Anwendungen und Services gestalten lassen. Mit BPML 1.0 modellierte Prozesse lassen sich individuell implementieren und über die WSCI-Schnittstelle ausführen. Die beiden Spezifikationen nutzen dasselbe Modell für die Ausführung von Geschäftsprozessen und eine ähnliche Syntax. Wer sich für BPML 1.0 interessiert, kann den Entwurf kostenfrei von der BPMI-Site herunterladen. (qua)