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Grails - ein Web-Framework für Java-Entwickler

08.06.2011 | von Diego Wyllie (Autor) 
Diego Wyllie
Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
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Von "Ruby on Rails” inspiriert bringt "Grails” die Flexibilität und Effizienz, die das beliebte Web-2.0-Framework populär gemacht haben, in die Welt der Java-Programmierung.

Wie das etablierte Ruby on Rails arbeitet auch das freie und quelloffene Web-Framework Grails nach dem Paradigma "Convention over Configuration". Dieses Software-Design-Prinzip besagt, dass solange sich Entwickler an übliche Konventionen halten, müssen diese nicht konfiguriert werden. Dadurch soll die Erstellung von Software deutlich vereinfacht werden und gleichzeitig die Effizienz und Produktivität der Entwickler steigen.

Grails bietet das Beste aus zwei Welten: Die Robustheit von Java und die Effizienz und Einfachheit von Skript-Sprachen wie PHP und Ruby.
Grails bietet das Beste aus zwei Welten: Die Robustheit von Java und die Effizienz und Einfachheit von Skript-Sprachen wie PHP und Ruby.

Grails basiert auf der dynamisch typisierten Programmiersprache Groovy, einer Skript-Sprache, die fester Bestandteil der Java-Plattform ist. Somit laufen Grails-Applikationen wie üblich auf der Java Virtual Machine (JVM) beziehungsweise auf einem Applikations-Server wie Tomcat oder JBoss. Ein großer Vorteil von Grails besteht jedoch darin, dass Entwickler die Möglichkeit haben, entweder Groovy oder die statisch typisierte Hochsprache Java zu verwenden, wobei die Kombination der beiden Sprachen ebenfalls möglich ist. Dadurch wird der Einstieg deutlich vereinfacht.

Zudem baut die Lösung auf mehreren etablierten Java-Frameworks wie zum Beispiel Spring, Quartz oder Hibernate auf. Die aus der Java-Enterprise-Welt bekannten Kriterien wie Robustheit, Sicherheit und Performance sind also auch in Grails garantiert.

Zu den wichtigsten Funktionsmerkmalen des Framework zählen unter anderem automatische Validatoren, einfache Internationalisierung sowie die Unterstützung moderner Konzepte wie Meta-Programmierung und Ajax.

CW-Fazit

Grails versucht die Brücke zwischen robuster Java-Programmierung auf der einen und dynamischer Web-Entwicklung auf der anderen Seiten zu schlagen. Und dies mit Erfolg. Denn die Lösung hat sich innerhalb weniger Jahre zu einer etablierten Alternative im Web entwickelt.
(Teaser: Fotolia, Sergej Seemann, pah)

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