3D-Grafik für Einsteiger

Grafikkarten AMD Radeon HD 7750 & 7770 im Test

21.04.2012 | von Friedrich  Stiemer

Multimedia-Leistung der AMD Radeon HD 7750: Ordentliche Werte, wenn sie denn messbar waren

Ergebnis des OpenGL-Benchmarks von Cinebench 11.5 für die AMD Radeon HD 7750.
Ergebnis des OpenGL-Benchmarks von Cinebench 11.5 für die AMD Radeon HD 7750.

Mit Cinebench 11.5testet PC-WELT die OpenGL-Leistung einer Grafikkarte. Hier überrascht die AMD Radeon HD 7750 mit sehr guten 58,99 Bildern pro Sekunde. Damit übertrifft sie sogar die Spitzengrafikkarte Geforce GTX 580 vom Konkurrenten Nvidia, die ein Ergebnis von 53,83 Bildern pro Sekunde ablieferte. Hinweis: Es handelt sich bei der Nvidia Geforce GTX 580 um die Referenz-Grafikkarte des Herstellers.

Die Prozessorauslastung bei der Wiedergabe von 3D-Blu-Rays in Full-HD erweist sich als erfreulich gering mit nur 5 Prozent. Hier nimmt die AMD Radeon HD 7750 der CPU viel Arbeit ab. Nvidias GPUs leisten aber generell noch etwas bessere Arbeit. Das Transkodieren von Full-HD-Material war im Test leider nicht möglich, da die Hardwaredekodierung nicht aktiviert werden konnte. Dies ist darauf zurückzuführen, dass dem ausgelieferten Treiber noch der letzte Schliff fehlt.

Umwelteigenschaften der AMD Radeon HD 7750: Genügsame Karte, die einen kühlen Kopf bewahrt

Bei der AMD Radeon HD 7750 ist kein extra Stromanschluss nötig. Die Leistungsaufnahme erweist sich als erfreulich gering.
Bei der AMD Radeon HD 7750 ist kein extra Stromanschluss nötig. Die Leistungsaufnahme erweist sich als erfreulich gering.

Wie es sich für die Einsteiger- und Mittelklasse gehört, zieht die AMD Radeon HD 7750 im Test nicht viel Strom. Sie benötigt nicht einmal einen extra Stromanschluss. Im Leerlauf sind es nur 76 Watt, womit die Karte sehr nah an den Herstellerangaben von 55 Watt dran ist. Schließlich kommt im Test noch die Leistungsaufnahme der gesamten Testplattform hinzu. Unter Last ergibt sich ein Stromhunger von 151 Watt, was ebenfalls sehr genügsam ist. Hier ist klar, dass die Radeon HD 7750 natürlich nicht die Leistung bringt, die ihre großen Brüder locker bewältigen.

Die Unterseite der AMD Radeon HD 7750, an der PC-WELT die Temperatur misst.
Die Unterseite der AMD Radeon HD 7750, an der PC-WELT die Temperatur misst.

Das Formformatder Karte ist ebenfalls sehr schlank, da sie nur einen PCI-Express-Steckplatz belegt. Gang und gäbe sind derzeit zwei Steckplätze. Aus diesem Grund fällt der Lüfter des Referenz-Designs auch recht klein aus. Die Lautstärkeim Leerlauf beläuft sich auf 1,9 Sone, wohingegen unter Last der Lüfter auf 2,6 Sone hochdreht. Für eine Einsteiger-Grafikkarte sind das misserable Werte - bei der Kühler-Lüfter-Kombination der Referenzkarte hat AMD Käse abgeliefert.

Sie können jedoch davon ausgehen, dass die Grafikkarten-Hersteller vernünftige eigene Kühllösungen parat haben. Des Weiteren ist die Grafikkarte mit ihren 17 Zentimetern recht kurz geraten, was Nutzer mit Mini-ITX-Gehäusen freuen dürfte. Zur Temperaturentwicklungder AMD Radeon HD 7750: Im Idle-Betrieb messen wir 43 Grad Celsius, unter Last sind es noch vertretbare 69 Grad Celsius.

Newsletter 'Hardware' bestellen!