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Grafikkarte übertakten mit Afterburner

Dirk Bongardt, Jahrgang 1968, arbeitet seit der Jahrtausendwende als freier Journalist für eine große Bandbreite an Publikationen, sowohl online als auch gedruckt. Sein thematischer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Informationen rund um Gegenwarts- und Zukunftstechnologien, vorwiegend in den Bereichen Mobile und IT. Das Smartphone ist sein steter Begleiter, die digitale Fotografie – übrigens bis heute vorzugsweise mit einer \u201Erichtigen\u201C Kamera – seine Leidenschaft. In Lehrgängen für angehende Online-Redakteure vermittelt er zudem online-journalistische Basics von der Facebook-Recherche bis zum crossmedialen Publizieren.
Wie Sie Ihre Grafikkarte übertakten, und so eine höhere Framerate, flüssigeres Gameplay und bessere Video-Wiedergabe erreichen, ohne zugleich einen frühen Hitzetod Ihrer GPU befürchten zu müssen, erfahren Sie hier.

Overclocking der GPU, also das bewusste Übertakten der Grafikkarte über die Herstellerspezifikation hinaus, verspricht sichtbare Ergebnisse: Gamer erzielen bei Spielen entweder höhere Bildraten für flüssigere Darstellung oder können bei gleicher Framerate höhere Qualitätseinstellungen nutzen. Video- und Multimedia-Nutzer können nach dem Übertakten Videos und Diashows in höherer Auflösung abspielen, ohne von Rucklern und Aussetzern genervt zu werden.

Doch die von den Herstellern vorgesehenen Limits zu überschreiten, birgt natürlich auch Risiken und ist unter Umständen mit Nachteilen verbunden: Nach dem Übertakten der Grafikkarte entsteht mehr Hitze. Besitzt die Grafikkarte einen eigenen Lüfter, muss dieser mit höherer Drehzahl arbeiten, und damit steigt auch der Lärmpegel. Entsteht mehr Hitze, als der Lüfter abführen kann, nimmt die Temperatur langsam, aber stetig zu. Irgendwann macht sie sich durch Instabilitäten bemerkbar. Überschreitet die Temperatur über einen längeren Zeitraum 90 Grad Celsius, führt das früher oder später zum Hitzetod der GPU. Diese Risiken lassen sich reduzieren, wenn Sie beim Übertakten Ihrer Grafikkarte behutsam und systematisch vorgehen und sich ausreichend Zeit nehmen, die von Ihnen vorgenommen Änderungen im Hinblick auf Temperaturentwicklung und Stabilität zu testen.

Kontrolliertes Übertakten mit MSI Afterburner

Die wichtigsten Regler von Afterburner: Chip- und Shadertakt sind meist gekoppelt, der Speichertakt lässt sich stets separat regeln.
Die wichtigsten Regler von Afterburner: Chip- und Shadertakt sind meist gekoppelt, der Speichertakt lässt sich stets separat regeln.

MSI Afterburner ist ein Tool, mit dessen Hilfe Sie die Taktraten der allermeisten Nvidia-Geforce- und AMD-(ATI)-Radeon-Grafikkarten einstellen können, nicht nur die von MSI hergestellten. Wir raten allerdings dringend davon ab, einfach alle Regler auf Vollanschlag zu ziehen: Das dürfte der sicherste Weg sein, Ihre Grafikkarte zu zerstören. Lesen Sie lieber weiter und erfahren Sie, wie ein sicheres, maßvolles Overclocking vonstatten geht.