Techies sind schuld

Googles oberster Designer wirft das Handtuch

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Doug Bowman, bislang oberster visueller Designer von Google, verlässt den Internet-Konzern. Er mag sich nicht länger mit datengesteuerten Techies herumschlagen.

In seinem Blog "stopdesign" schreibt sich Doug Bowman den ganzen Frust von der Seele, der sich in den letzten Jahren bei Google offensichtlich aufgestaut hat (besonders nett die Anekdote mit dem Test von 41 verschiedenen Blautönen, den Suchchefin Marissa Mayer anordnete).

Für Google gestaltete Doug Bowman unter anderem den Kalender.
Für Google gestaltete Doug Bowman unter anderem den Kalender.

Zum Google-Hasser ist Doug Bowman trotzdem nicht geworden. Er sieht nur sein Talent bei dem Internet-Riesen (für den er unter anderem den Google-Kalender und die Plattform Blogger samt Templates gestaltete) vergeudet. "Ich werde bestimmt nicht eine Design-Philosophie vermissen, die allein durch das Datenschwert lebt oder stirbt", schließt der hoch angesehene Designer seinen Eintrag.

"Valleywag" berichtet übrigens, Bowman werde künftig für den Microblogging-Dienst Twitter arbeiten. Offiziell bestätigt ist das noch nicht. Wir warten gespannt auf Teil 2 von Bowmans Blog-Posting.