Hugo Barra

Googles Android-Sprachrohr geht zu Xiaomi nach China

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Mit Hugo Barra verliert Google einen seiner am öffentlichsten sichtbaren Manager.

Barra, der als Vice President of Product Management für die Android-Sparte häufig bei Events wie der Entwicklerkonferenz Google I/O auf der Bühne stand, verlässt das Unternehmen und wechselt als Vice President Xiaomi Global zum chinesischen Android-Smartphone-Hersteller und Apple-Imitator Xiaomi, wie zuerst "All Things D" berichtete.

Hugo Barra war zuletzt Googles öffentliches Android-Gesicht.
Hugo Barra war zuletzt Googles öffentliches Android-Gesicht.
Foto: Hugo Barra bei Google+

Barra war 2008 vom Sprachsoftwareanbieter Nuance zu Google gewechselt und hatte in Mountain View rasch die Karriereleiter erklommen. Insidern zufolge hatte er dann kürzlich seinen Rücktritt eingereicht. Und zwar bevor eine, sagen wir, komplizierte persönliche Situation ruchbar wurde.

Barra hatte demnach eine Beziehung zu einer Google-Kollegin gehabt, die mittlerweile beendet ist. Nämliche Kollegin sei allerdings inzwischen mit Google-Mitgründer Sergey Brin liiert, der sich wiederum deswegen von seiner Frau Anne Wojcicki getrennt habe (Ann Wojcicki ist Mitgründerin der nicht unumstrittenen Gentest-Firma 23andMe und die Tochter von Googles Senior VP of Product Management Susan Wojcicki).

Barras Abgang soll damit allerdings in keinem Zusammenhang stehen. Mittlerweile hat "All Things D" auch seine Abschieds-Mail an die Google-Kollegen und einige Reaktionen darauf veröffentlicht. Im März dieses Jahres hatte bereits Android-Erfinder Andy Rubin die Android-Sparte bei Google verlassen, die seitdem von SVP Android, Chrome & Apps Sundar Pichai geleitet wird.