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Plus visuelle Suche für Android

Google zieht bei der Echtzeit-Suche nach

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Nach Microsofts Bing integriert nun auch Google Suchergebnisse aus dem "Echzeit"-Web. Und "Goggles" bringt visuelle Suche und Augmented Reality (AR) auf Android-Smartphones.

Google hat auf einem Search Event heute sein neues "Latest Results" vorgestellt. Mit dieser (vorerst leider nur in englischer Sprache verfügbaren) Funktion fließt ein dynamischer Strom von Echtzeitinhalten aus dem gesamten Internet in die Suchergebnisse ein. Bereit unmittelbar nach einer Suche kann der Nutzer Aktualisierungen auf populären Seiten wie Twitter oder Friendfeed in Echtzeit verfolgen. Dies gelte auch für Schlagzeilen aus Nachrichten und Blog-Posts, die lediglich Sekunden zuvor veröffentlicht worden seien, so Google. All diese Aktualisierungen werden klassifiziert, so dass unter "Latest Results" immer die neuesten, für die jeweilige Suche relevantesten Ergebnisse auftauchen sollen.

Ebenfalls neu ist "Google Goggles" (Labs). Goggles ist eine visuelle Suchanwendung für Android-Smartphones, die laut Google die Suche mit Bildern anstatt mit Worten ermöglicht. Die Anwendung erkennt Objekte, die mit einer Handykamera erfasst werden, und liefert entsprechende Suchergebnisse. Beispielsweise lassen sich mit Goggles unbekannte Orte anhand einer Fotografie lokalisieren, weiterführende Informationen über die Objekte in einem bebilderten Zeitungsartikel recherchieren oder auf Reisen Visitenkarte speichern und Informationen zu Sehenswürdigkeiten abrufen.

Goggles verrät: Wir stehen vor dem Carnegie Deli ;-)
Goggles verrät: Wir stehen vor dem Carnegie Deli ;-)

Goggles vergleicht Teile eines Bildes mit dem Bildbestand der Google Bildersuche. Bei Übereinstimmung gibt die Anwendung Suchbegriffe aus, die sich auf das Bildergebnis beziehen. Goggles erkennt bereits mehrere Millionen Objekte wie Orte, berühmte Kunstwerke oder Firmenlogos. Für die Ortssuche muss man nicht einmal ein Foto schießen - nach dem Einschalten von Goggles hält man einfach das Android-Telefon in Richtung des gewünschten Ortes. Goggles erkennt dann über GPS und Geräte-Kompass den gesuchten Ort und zeigt dessen Namen im Sucher der Kamera an. Ein Klick beispielsweise auf den Namen des Unternehmens liefert dann weitere Informationen.

Google Goggles ist ab sofort weltweit in englischer Sprache verfügbar und kann kostenlos im Android-Markt heruntergeladen werden.