End-to-End

Google will E-Mail-Verschlüsselung einfacher machen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Pretty Good Privacy (PGP) zum Verschlüsseln von E-Mails gibt es schon ewig. Auf breiter Front konnte es sich aber nie durchsetzen - es ist zu schwer einzurichten und zu umständlich zu bedienen.

Google will nun zumindest für Webmail-Nutzer die Handhabung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einfacher machen. Es hat dazu den Quellcode der Chrome-Erweiterung "End-to-End" veröffentlicht. Diese ist allerdings noch nicht im Chrome Web Store zu finden; Endnutzer sollen sie erst dann in die Hände bekommen, wenn sie hinreichend ausgereift ist. End-to-End nutzt im Hintergrund das etablierte OpenPGP, eine quelloffene Umsetzung von Pretty Good Privacy.

End-to-end richtet sich explizit an Nutzer, die einen Grad an Sicherheit und Verschlüsselung benötigen, der über die ohnehin schon weitreichenden Möglichkeiten von Googles eigenem Webmail-Dienst Gmail hinausgeht.

In seinem Transparenzbericht will Google künftig auch ausweisen, wie viele E-Mails der Konzern verschlüsselt durch das Netz schickt. Aktuell seien 40 bis 50 Prozent des Mailverkehrs mit anderen Providern (die Transportverschlüsselung ebenfalls unterstützen müssen, damit Gmail sie anwendet) unverschlüsselt, schreibt Google im Firmenblog.