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Google-Werbung belohnt gute Seiten

19.12.2005
Das Adwords-Programm ermittelt zukünftig das Minimalgebot für ein Schlüsselwort abhängig von der Qualität der Seite, auf die eine Anzeige verweist.

Google führte vor ein paar Monaten ein Verfahren ein, das mit Hilfe einiger Faktoren das Minimalgebot berechnet, das ein bestimmter Werbekunde abgeben muss, um mit seiner Anzeige berücksichtigt zu werden. Anhand von Qualitätsmerkmalen möchte das Unternehmen damit gewährleisten, dass der Klick auf eine Adwords-Werbung tatsächlich auf eine Site führt, die für das gebuchte Schlüsselwort relevant ist. Dieser Quality Score berücksichtigte bisher unter anderem die Klickraten, die ein Anzeigenkunde für einen Begriff erzielen konnte ("Clickthrough Rate") und die Bedeutung des Anzeigentexts.

Google geht nun einen Schritt weiter und versucht herauszufinden, wie gut eine Seite, auf die eine Adwords-Anzeige verweisen soll, zu einem Schlüsselwort passt. Die so genannte Landing Page wird somit zu einem weiteren Faktor für den Quality Score. Der Algorithmus prüft nicht nur den Inhalt, sondern auch das Layout der betreffenden Web-Seiten. Eine eigene Anleitung für die Gestaltung von Zielseiten unterstützt Betreiber von Websites bei der Gestaltung ihrer Angebote. Insgesamt erwartet Google, dass sich für die Mehrheit seiner Anzeigenkunden durch die neue Bewertung nicht viel ändert. Allerdings sollen jene, die massenweise beliebige und unpassende Keywords buchen, zukünftig tiefer in die Tasche greifen müssen. (ws)