"Recht auf Vergessenwerden"

Google verteidigt Vorgehen bei Löschung von Links

01.08.2014
Google hat die umstrittene Benachrichtigung der Website-Betreiber bei der Löschung von Links aus der Vergangenheit von Europäern verteidigt.

Das solle unter anderem helfen, ungerechtfertigte Anfragen herauszufiltern, erklärte Googles Global Privacy Counsel Peter Fleischer in einer Antwort an europäische Datenschützer (PDF-Link), die unter anderem das "Wall Street Journal" am späten Donnerstag veröffentlichte. Google brauche für dieses Vorgehen keine zusätzliche rechtliche Grundlage, argumentierte der Internet-Konzern.

Googles Antrag auf 'Vergessenwerden'
Googles Antrag auf 'Vergessenwerden'

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Mitte Mai entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen. Die Informationen selbst müssen dabei von den Urhebern nicht entfernt werden. Nur die Verweise auf die Inhalte tauchen dann nicht mehr in der Google-Suche auf. Es geht um Informationen, die nicht mehr relevant sind oder das Recht auf Privatsphäre verletzen.

Datenschützer hatten kritisiert, dass der Internet-Konzern die Urheber - wie etwa Medien - über die Löschung der Links informiert. Dadurch wurden mehrere Personen, die Links aus den Google-Ergebnissen entfernen ließen, in den vergangenen Wochen öffentlich genannt. (dpa/tc)