Webshop-Flop

Google verkauft das Nexus One künftig im Handel

17.05.2010
Google hat den Verkauf seines "Nexus-One"-Handys über einen eigenen Webshop statt wie üblich über Mobilfunk-Provider aufgegeben. Die Kunden wollen das Gerät einfach vor dem Kauf anfassen.
Das "Nexus One" baut HTC für Google.
Das "Nexus One" baut HTC für Google.

Der Internetriese Google will sein Android-Smartphone Nexus One in den USA künftig über Einzelhändler verkaufen. Den Verkauf über den eigenen Onlineshop gibt der Suchmaschinenprimus auf. "Zwar hat der weltweite Erfolg von Android unsere Erwartungen übertroffen, aber das gilt nicht für den Online-Laden", teilte Google am Freitag im offiziellen Firmen-Blog mit.

Die Online-Plattform sei ein Nischenkanal für Frühanwender geblieben. Die meisten Kunden hingegen bevorzugten, das Gerät im Laden in die Hand zu nehmen, bevor sie sich zum Kauf entschieden.

Das "Nexus One" war das erste Handy am Markt mit Android 2.1.
Das "Nexus One" war das erste Handy am Markt mit Android 2.1.

Googles Mitteilung kommt nicht überraschend. Schon als das Unternehmen bekanntgegeben hatte, das Smartphone in Großbritannien über Vodafone zu vertreiben, wurde vermutet, dass dies nur ein erster Schritt sein würde. Hinzu kommt, dass sich das Gerät bisher nicht besonders gut verkauft hat. Beim Verkaufsstart zu Jahresbeginn hatte man Nexus One noch als harten Konkurrenten des iPhone von Apple gehandelt und erwartet, dass im ersten Jahr 3,5 Millionen Stück verkauft werden könnten.

Inzwischen rechnet die Branche nur noch mit rund einer Million verkauften Geräten. Dem Marktforschungsunternehmen Flurry zufolge hatte Google in den ersten 74 Tagen nach dem Start 135.000 Geräte verkauft.

Im gleichen Zeitraum hatte Apple im Jahr 2007 sein erstes iPhone zum Marktstart eine Million Mal abgesetzt. Motorola lag mit seinem "Droid", das Ende 2009 herauskam und ebenfalls mit dem von Google initiierten Open-Source-Betriebssystem Android ausgestattet ist, sogar leicht drüber. (dpa/tc)