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"Hummingbird"

Google überarbeitet zum 15. Geburtstag seinen Suchalgorithmus

27.09.2013
Der Suchmaschinenriese Google hat seiner Suchformel ein umfassendes Update verpasst.

Die Überarbeitung soll helfen, komplexe Suchanfragen besser zu verarbeiten, erklärte Google am späten Donnerstagabend. Der neue "Hummingbird"-Algorithmus könne die Verbindung zwischen einzelnen Worten in einer Suchanfrage besser analysieren, also etwa einen Satz einordnen anstatt allein nach den verwendeten Schlagworten zu suchen. Auch Vergleiche sollen einfacher werden. Der neue Suchalgorithmus sei bereits seit über einem Monat im Einsatz.

In den 15 Jahren des Bestehens von Google hat sich die Web-Suche erheblich weiterentwickelt.
In den 15 Jahren des Bestehens von Google hat sich die Web-Suche erheblich weiterentwickelt.
Foto: Google

Die Formel bestimmt, welche Webseiten bei einer Google-Suche in welcher Reihenfolge bei den Resultaten angezeigt werden. Im Fachblog "Search Engine Land" finden Interessierte mehr Details zu den Änderungen durch den "Hummingbird"-Algorithmus.

Anlässlich seines heutigen 15-jährigen Bestehens kündigte Google auch noch weitere Neuerungen an. Beispielsweise will der Konzern die Feinheiten seines "Knowledge Graphs" durch Filter und Vergleichsmöglichkeiten besser erschließen. Das Design der mobilen Suche auf Smartphones und Tablets wurde vereinfacht, verschlankt und durch Ergebnisse auf "Karten" touch-optimiert. Demnächst sollen auch neue Versionen der Such-App für iPhone und iPad erscheinen. Diese bieten dann zwischen Android und iOS plattformübergreifende Benachrichtigungen auch von Google Now.

Googles Such-App für iOS wird künftig auch über Dinge benachrichtigen, die der Nutzer zuvor unter Android angelegt hatte.
Googles Such-App für iOS wird künftig auch über Dinge benachrichtigen, die der Nutzer zuvor unter Android angelegt hatte.
Foto: Google

Für Rumoren unter anderem in der Werbebranche sorgen derweil Gerüchte, Google könnte zukünftig auf Cookies verzichten und stattdessen sogenannte Anonymous Identifiers verwenden, um das Verhalten von Verbrauchern im Netz nachzuverfolgen. Entsprechende Pläne hatte Google kürzlich - ob absichtlich oder nicht - durchsickern lassen, berichtet das "Wall Street Journal".

Das rief unter anderem prompt auch Datenschützer auf den Plan, die sich angesichts der in vielen Web-Bereichen dominierenden Position von Google sorgen, derartige "Super Cookies" könnten noch weit bedenklicher sein als die Textdateien, die Werbetreibende heute auf die Computer von Internetnutzern schreiben. Bislang sind allerdings noch viel zu wenig Details über Googles mögliche Pläne in diesem Bereich bekannt, um Auswirkungen auf die Online-Werbung oder die Privatsphäre der Nutzer absehen zu können. (tc mit dpa-Material)