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Google strebt Klickbetrugs-Vergleich an

09.03.2006
Der kalifornische Suchriese ist bereit, eine Klage wegen so genannten Klickbetrugs durch einen Vergleich aus der Welt zu schaffen.

Google wolle Gerichtskosten und Werbegutschriften im Wert von maximal 90 Millionen Dollar übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Es war im vergangenen Jahr zusammen mit anderen Internet-Firmen vom Online Händler Lane's Gifts & Collectibles sowie dem Privatdetektiv Max Caulfield vor den Kadi gezerrt worden.

Beide Kläger warfen den Internet-Firmen vor, sie hätten sie unrechtmäßig wegen Klickbetrugs zur Kasse gebeten. Dahinter verbirgt sich das missbräuchliche Klicken auf Online-Werbung, zum Beispiel um Konkurrenten wirtschaftlich zu schädigen (die ihre Banner nach der Anzahl der Klicks bezahlen müssen).

Google wäre nun bereit, möglichen Opfern Gutschrifen für neue Internet-Anzeigen zu geben. Es würde im Rahmen des Vergleichs aber seinen Umgang mit Click Fraud unverändert lassen und müsste vor Gericht auch keine weiteren Details seines Werbesystems und seiner Maßnahmen gegen dessen Missbrauch offen legen.

Ob das zuständige Gericht in Miller County, Arkansas, die Einigung annimmt, ist noch unklar. Googles stellvertretende Justiziarin Nicole Wong hielte es jedenfalls "für einen guten Ausgang für alle Beteiligten." Das Verfahren gegen die übrigen Beklagten, darunter Yahoo!, würde aber weiterlaufen. (tc)