Web

 

Google spricht wieder mit Cnet

29.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Google hat offenbar den Boykott des IT-Portals "Cnet" beendet. Drei Monate nach der Ankündigung, ein Jahr lang kein Wort mit Reportern von "Cnet" zu sprechen, gewährte Firmenchef Eric Schmidt in dieser Woche ausgerechnet Elinor Mills ein Interview - der Reporterin, die seinen Zorn im Juli mit einem Bericht erregt hatte. In dem Artikel hatte Mills persönliche Details des Google-CEOs veröffentlicht, etwa die Höhe seines Gehalts, Schmidts Hobbys sowie einen Link auf eine Website, wo die Privatadresse des Topmanagers gefunden werden kann.

Das Pikante an der Geschichte: Sämtliche Informationen hatte Mills über die Google-Suchmaschine in Erfahrung gebracht und damit eindrucksvoll bewiesen, welcher Gefahr die Privatsphäre der Bürger durch das Internet und Google ausgesetzt ist. Anstatt sich über das Interesse an seiner Person zu freuen, setzte Schmidt Mills und alle weiteren Reporter von Cnet bis zum Juli 2006 auf die Google-interne schwarze Liste der Journalisten, mit denen man kein Wort mehr spricht (siehe auch:"Herr Schmidt und Frau Mills"). (mb)