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Google spricht sich gegen Microsofts OOXML aus

26.02.2008
In einem Beitrag auf dem offiziellen Google-Blog votiert der Open Source Programs Manager Zaheda Bhorat gegen die Verabschiedung von "Office Open XML" (OOXML) als ISO-Standard und plädiert für dessen Verschmelzung mit dem Open Document Format (ODF).

Je näher die endgültige Abstimmung über OOXML die Anerkennung von OOXML als ISO-Standard rückt, desto schärfer wird die Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern des Vorschlags. Während Microsoft bisher die IBM als treibende Kraft hinter dem Widerstand gegen einen OOXML-Standard sah, bezieht nun Google immer deutlicher Stellung gegen die Dateiformate aus Redmond.

In seinem Blog-Eintrag sieht Zaheda Bhorat OOXML als Versuch, einen "ungenügenden und überflüssigen Standard" zu etablieren. Wie die meisten Gegner von Microsofts Standardisierungsbemühungen spricht sich Google gegen eine Konkurrenz zum existierenden ISO-Standard "Open Document Format" (ODF) aus. Der Suchmaschinenanbieter unterstützt dieses XML-Format neben Microsofts alten Binärformaten in seinem Web-Office Google Docs.

Das Unternehmen befürwortet die Verschmelzung von ODF und OOXML, wobei ODF um Features des weitaus umfangreicheren Microsoft-Formats ergänzt werden sollte. In einem als Analyse betitelten Papier, das die Position von ECMA kommentiert, nennt Google HTML als Beispiel. Anstatt es durch einen rivalisierenden Standard zu ersetzen, sei sein Umfang nach und nach ausgebaut worden. (ws)