Handysparte

Google setzt Stellenabbau bei Motorola fort

08.03.2013
Der Internetkonzern Google setzt in seiner Handysparte Motorola Insidern zufolge weiter Leute vor die Tür.
Firmenschild vor der Zentrale von Motorola Mobility in Libertyville
Firmenschild vor der Zentrale von Motorola Mobility in Libertyville
Foto: MMI

Dabei gehe es um 1200 Mitarbeiter oder zehn Prozent der Belegschaft, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Das wäre mehr als jede zehnte Stelle. Motorola hatte zuletzt gut 11.000 Mitarbeiter. "Diese Streichungen sind die Fortsetzung des Abbaus, den wir im vergangenen Sommer angekündigt haben", zitiert Bloomberg einen Motorola-Sprecher. Sie ergänzen den im vergangenen August angekündigten Abbau von 4000 Arbeitsplätzen.

Zuvor hatte das "Wall Street Journal" über den Stellenabbau berichtet. Von den Entlassungen sollen dem Bericht zufolge Beschäftigte in den USA, China und Indien betroffen sein. Die Kosten seien zu hoch, Motorola sei nicht wettbewerbsfähig und verliere Geld, hieß es demnach zur Begründung.

Google hatte den angeschlagenen Handyhersteller 2012 für 12,4 Milliarden Dollar übernommen. Seitdem kam die Sparte nicht aus den Verlusten heraus. Als Hauptgrund wurde bei Ankündigung des Deals 2011 der Patentschatz von Motorola genannt, der Googles mobiles Betriebssystem Android besser gegen Angriffe von Rivalen schützen sollte. Inzwischen wird bei Motorola laut Medienberichten ein Top-Smartphone entwickelt ("Google X Phone"), das gegen Spitzenmodelle von Samsungs Galaxy-Reihe und Apples iPhone antreten soll. (dpa/tc)