"Wintersputz"

Google schränkt ActiveSync-Dienst stark ein

Thomas Cloer
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Ab Ende Januar 2013 bietet Google für kostenlose Gmail-Konten keinen "Google Sync" für neue Endgeräte mehr an.
Noch kann man in Windows 8 ein Gmail-Konto ganz einfach einrichten - ab Februar ist damit wohl Schluss.
Noch kann man in Windows 8 ein Gmail-Konto ganz einfach einrichten - ab Februar ist damit wohl Schluss.

Das teilte der Internet-Konzern im Rahmen im Firmenblog in einer Ankündigung zu einem "Wintersputz" mit. Google Sync ist Googles Bezeichnung für das Microsoft-Protokoll Exchange ActiveSync (EAS), das Google wie viele andere Unternehmen auch von Microsoft in Lizenz genommen hat. Ab Februar 2013 können Gmail-Nutzer keine neuen Geräte mehr für den ActiveSync-Abgleich von Emails, Terminen und Kontakten mehr anmelden. Für bestehende Geräte ändert sich nichts; Google Sync bleibt außerdem Bestandteil der Google-Apps-Pakete für zahlende Geschäftskunden, den Bildungssektor und Regierungsbehörden.

Als Alternative zu Google Sync respektive Exchange ActiveSync empfiehlt Google die Nutzung der offenen Internet-Standards IMAP, CalDAV und CardDAV. Das nützt allerdings Anwendern wenig, deren Betriebssystem diese Standards nicht beherrscht - das gilt beispielsweise für Windows 8 und auch Windows Phone 8.

Warum Google Sync künftig primär zahlenden Apps-Kunden vorbehalten bleibt, sagt Google nicht. Nachdem Microsoft aber mittlerweile zum Beispiel etliche Android-Anbieter zu Lizenzzahlungen genötigt hat, dürften unter anderem die Royalties ein Grund sein: Für die EAS-Lizenz verlangt Microsoft derzeit 100.000 Dollar oder den ersten Jahresumsatz (je nachdem, was höher ausfällt) und anschließend eine Gebühr pro Jahr und benutztem Gerät.

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