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"Frühjahrsputz" geht weiter

Google schafft unter anderem iGoogle ab

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der "Frühjahrsputz" bei Google geht in die nächste Runde. Im Zuge der von Larry Page verordneten Fokussierung auf das Wesentliche muss diesmal unter anderem "iGoogle" dran glauben.
iGoogle wird langsam überflüssig, findet Google - und schaltet es daher Ende 2013 ab.
iGoogle wird langsam überflüssig, findet Google - und schaltet es daher Ende 2013 ab.

Die 2005 eingeführte, mit Widgets personalisierbare Google-Startseite iGoogle wird allerdings nicht sofort abgeschaltet, sondern erst zum 1. November 2013, wie Google in einem Blogpost mitteilt. Mit Apps für moderne Plattformen wie Chrome und Android brauche man iGoogle allmählich nicht mehr, heißt es weiter. Nutzern von iGoogle bleiben nun immerhin 16 Monate Zeit, um ihre Daten anzupassen oder zu exportieren.

Weitere Opfer der jüngsten Google-Flurbereinigung sind

  • das kleinste Search-Appliance "Google Mini", als Alternativen empfiehlt Google die große GSA oder Cloud-Lösungen wie Google Site Search und Google Commerce Search;

  • "Google Talk Chatback", das Nutzer auf externen Webseiten integrieren konnten - stattdessen rät Google nun zur Meebo Bar;

  • "Google Video", wo man schon seit 2009 keine neuen Inhalte mehr hochladen konnte. Die verbliebenen werden nun als private Videos zu YouTube verschoben, Nutzer können ihre Clips zuvor noch bis zum 20. August migrieren, löschen oder herunterladen, sowie

  • die Such-App für Symbian. Besitzern eines Smartphones mit der aussterbenden Nokia-Plattform rät Google, alternativ die mobile Suche im Browser zu verwenden.

Unabhängig davon vermeldet Google Verbesserungen bei der Suche mit Bildern ("Search by Image"). Diese soll nun bessere Erstresultate, Ergebnisse aus dem neuen "Knowledge Graph" und insgesamt ausführlichere Resultate bringen. Bei Search by Image können Google-Nutzer statt Suchbegriffen ein Bild auf den Suchschlitz ziehen. Google analysiert dieses dann mit Algorithmen zur Inhaltserkennung.