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Google plant neue Börsenemission

18.08.2005
Google will mit einem zweiten Börsengang gut vier Milliarden Dollar verdienen. Das Geld ist unter anderem für strategische Übernahmen vorgesehen - konkrete Pläne gibt es aber nicht.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Internet-Suchfirma Google will einer Pflichtveröffentlichung bei der US-Börsenaufsicht zufolge 14,2 Millionen Stammaktien (Class A Common Stock) an der Börse platzieren. Bei den aktuellen Marktpreisen würde die Firma damit über vier Milliarden Dollar einnehmen. Das Geld will Google als Working Capital sowie für mögliche Übernahmen passender Firmen, Techniken oder andere Aktiva verwenden. Es gebe aber gegenwärtig "keine Absprachen oder Übereinkünfte bezüglich irgendwelcher nennenswerter Übernahmen", heißt es in dem SEC-Filing.

Die Ankündigung der zweiten Tranche erfolgt knapp ein Jahr nach Googles Börsendebüt und zu einem Zeitpunkt, wo sich die Aktie - seinerzeit zu vorsichtigen 85 Dollar emittiert - auf einen Kurs von 285,10 Dollar hochgearbeitet hat (Schlusskurs zum gestrigen Fixing an der Nasdaq). Aus Sicht mancher Beobachter hat das Papier trotzdem noch Luft nach oben, auch wenn das Unternehmen die Phase des Hyperwachstums langsam hinter sich lässt - unter anderem wegen des Expansionspotenzials im Ausland, wo Google oft den Markt viel deutlicher dominiert als in den USA.

Als Konsortialbanken für den zweiten Börsengang wurden Morgan Stanley, Credit Suisse First Boston sowie Allen & Company benannt. Diese dürfen nochmals 600.000 weitere Papiere erwerben, um Überzeichnungen abzufedern. (tc)