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Google meldet 30 Millionen aktive Chrome-Nutzer

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Nach Angaben von Google kommt der hauseigenen Browser "Chrome" nach einem Jahr auf inzwischen 30 Millionen aktive Nutzer.
Chrome-Icon: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Chrome-Icon: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Darauf sind einem Post im offziellen Google-Blog zufolge die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin mächtig stolz. Deswegen haben sie den an der Entwicklung und dem Launch von Chrome beteiligten Google-Mitarbeitern einen "Founders Award" in Form eines Millionen Dollar schweren Aktienbonus spendiert. Den Gründerpreis gibt es bei Google für große, besonders wichtige Neuerungen; in der Vergangenheit ging er unter anderem an die Teams für Gmail (in Deutschland: Google Mail), AdSense for Content und Google Maps oder auch Teile von Marketing und Vertrieb.

Bei realistischer Betrachtung muss man aber wohl zu dem Schluss kommen, dass Chrome (auf meinem Windows-PC im Büro der Standard-Browser, Anm. d. Red.) eher zu den Flops von Google zu zählen wäre. Aktuellen Statistiken von Net Applications zufolge liegt der Google-Browser derzeit bei einem Anteil von 3,58 Prozent am Gesamtmarkt (hinter dem Microsoft Internet Explorer mit 64,64 Prozent, Mozilla Firefox mit 24,07 Prozent sowie Apple Safari mit 4,42 Prozent, aber immer vor Opera mit 2,17 Prozent). Allein der von Web-Entwicklern gemeinhin gehasste IE6 - immerhin aus dem Jahr 2001 - hat 23,3 Prozent Market Share, sechseinhalb mal so viel wie Chrome. Die Marketing-Leute von Google haben also noch jede Menge Arbeit vor sich, um Chrome populärer zu machen. Aber mit einem Founders Award in Aussicht werden sie sich auch bestimmt ordentlich in Zeug legen.