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Neuer Dienst "Buzz"

Google laboriert schon wieder am Datenschutz

15.02.2010
Nach harscher Kritik an den Datenschutzbestimmungen seines Kurzmitteilungsdienstes "Buzz" hat der Internetkonzern Google baldige Änderungen angekündigt.
Buzz schlägt häufige Kontakte beim ersten Aufruf jetzt nur noch vor.
Buzz schlägt häufige Kontakte beim ersten Aufruf jetzt nur noch vor.

Zudem gestand das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View Fehler ein: "Wir entschuldigen uns für die Sorgen, die wir verursacht haben", schrieb der verantwortliche Manager am Wochenende in einem Google-Blog. Buzz ist eine Mischung aus Twitter und Facebook, mit der Nutzer kurze Meldungen samt Fotos, Videos und Links veröffentlichen können. Der Dienst ist seit vergangener Woche verfügbar.

Buzz ist in das E-Mail-Postfach des Nutzers bei dem Unternehmen ("Gmail", "Google Mail") eingebunden. Die Kritik hatte sich hauptsächlich daran entzündet, dass Google Kontakte, mit denen sich Nutzer besonders häufig per E-Mail und Chat austauschen, automatisch den "Freunden" in Buzz hinzufügt. Künftig übernimmt Buzz die Kontakte nicht automatisch, sondern schlägt sie lediglich vor. Die Änderungen sollen "in den nächsten paar Tagen" umgesetzt werden.

Google hatte bereits wenige Tage nach dem Start erste Änderungen an Buzz vorgenommen. Anfangs konnte praktisch alle Welt sehen, mit wem Nutzer in Kontakt standen. Nach heftiger Kritik erleichterte Google es, diese Option auszuschalten.

Mit Buzz geht der Technologiekonzern auf den Trend zu schnellen Kurzmitteilungen ein, der die Kommunikation im Internet immer stärker prägt. So können Mitglieder des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook ihre Kontakte mit Updates genauso auf dem Laufenden halten wie Nutzer des populären Kurzmeldungsdienstes Twitter. (dpa/tc)