CalDAV

Google Kalender synct jetzt mit dem Mac

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Wer den Online-Kalender von Google verwendet, kann diesen jetzt auch mit einem Mac abgleichen.

Möglich wird dies durch das Protokoll CalDAV, das sowohl Google als auch Apple mit dem Programm "iCal" in Mac OS X ab 10.5 "Leopard" unterstützen. Google hatte CalDAV zunächst im Juli nur für Entwickler eingeführt und unterstützt es nun offiziell. Für Mac-Nutzer hat der Internet-Konzern dazu ein kleines Open-Source-Programm namens "Calaboration" veröffentlicht, mit dem man das Ganze einrichten kann.

Dabei wird ein vorhandener Google-Kalender in iCal übernommen (der umgekehrte Weg ist nicht möglich). Er lässt sich damit auch offline anzeigen. Änderungen werden bidrektional abgeglichen. Außerdem kann man aus iCal heraus auch Einladungen zu Einträgen im Google-Kalender versenden, vorausgesetzt man hat im Mac-Adressbuch die eigene E-Mail-Adresse hinterlegt.

Grundsätzlich lassen sich in iCal nur solche Google-Kalender übernehmen, für die der Nutzer Änderungsrechte hat (also keine abonnierten, die in Google nur angezeigt, aber nicht modifiziert werden können). Zudem werden die via CalDAV in iCal übernommenen Google-Kalender auf ein iPhone nur read-only übernommen. Wer zusätzliche Funktionen braucht, muss auch weiterhin zu kostenpflichtigen Lösungen wie "Spanning Sync" greifen. Für viele Anwender dürfte das kostenlose Google-Tool aber vollkommen ausreichen.