Google: Jede zehnte Web-Seite ist gefährlich

24.05.2007
Der Suchmaschinengigant registriert vermehrt Schädlinge auf Websites.

Etwa eine von zehn Web-Seiten kann einen Trojaner via Drive-by-Download heimlich auf den Rechner ihres Besuchers schleusen, was es Hackern ermöglicht, auf sensible Daten im Opfersystem zuzugreifen oder weitere Malware zu installieren. Zu diesem Ergebnis kommt Google in einer Untersuchung, für die der Suchmaschinenbetreiber laut dem Branchendienst "Cnet" 4,5 Millionen Sites inspiziert hat.

Dem aktuellen Google-Report "The Ghost in the Browser: Analysis of Web-based Malware" zufolge ist die Zunahme Web-basierender Schadsoftware nicht zuletzt auf die immer wichtigere Rolle zurückzuführen, die das Internet im Alltag spielt, darüber hinaus aber auch der Leichtigkeit zuzuschreiben, mit der sich Web-Seiten erstellen lassen.

Ahnungslose Site-Betreiber

Nach Ansicht von Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos, zeigt der Google-Bericht einen sich verstärkenden Trend auf, der zu einem großen Problem sowohl für Unternehmen als auch private Surfer wird. Ihm zufolge waren im April pro Woche durchschnittlich 8000 neue URLs mit bösartiger Software aufgetaucht. Die Vorstellung, solche Schädlinge hausten lediglich in den dunkleren Ecken des weltweiten Datennetzes, sei demnach definitiv veraltet, so Cluley. Nach Untersuchungen von Sophos sind 70 Prozent der Web-Sites, die bösartige Software beherbergen, auf legitimen, aber von Hackern korrumpierten Seiten zu finden.

Um Schadcode auf Web-Seiten zu deponieren, manipulieren die Übeltäter laut Cluley unter anderem die Sicherheitsmechanismen der Web-Server, von Nutzern gepostete Inhalte sowie Werbung. Der Schutz von Web-aZugang und E-Mail-Gateway sei dringend geboten. (kf)