QuadRooter

Google gibt Entwarnung für 90 Prozent der Smartphones

12.08.2016
Nach Stagefright sorgte derzeit die Sicherheitslücke QuadRooter für Aufregung bei den Android-Nutzern. Google gibt nun Entwarnung: 90 Prozent der betroffenen Geräte seien ab Werk bereits gegen QuadRooter abgesichert. Die Lücke an sich besteht jedoch weiterhin.
Panikmodus aus: Die meisten Android-Geräte sind laut Google vor einem Angriff durch QuadRooter geschützt.
Panikmodus aus: Die meisten Android-Geräte sind laut Google vor einem Angriff durch QuadRooter geschützt.
Foto: Twin Design / Shutterstock.com

Die Sicherheitslücke QuadRooter ermöglicht Angreifern den Zugriff auf Smartphones über das LTE-Modul, über 900 Millionen Smartphones und Tablets sind betroffen - zumindest potenziell. Wie ein Google-Sprecher nun gegenüber Android Central zu Protokoll gibt, sollen die Auswirkungen aber kaum dramatisch sein. Rund 90 Prozent der theoretisch betroffenen Geräte seien durch Systemfunktionen von Android vor einem Angriff durch QuadRooter geschützt.

Verantwortlich für den Schutz ist die standardmäßig aktivierte Android-Option "App überprüfen", die mit Android 4.2 eingeführt wurde. Dieses Feature soll gefährliche Apps identifizieren, blockieren und entfernen und so den Angriff abwehren. Laut Google funktioniert das auch bei manipulierten Anwendungen, die die QuadRooter-Lücke ausnutzen wollen. Angreifer sind darauf angewiesen, dass der Nutzer eine entsprechende App auf seinem Gerät installiert - und genau das verhindert die Überprüfung von Android. Der Nutzer könne das nicht umgehen, so der Google-Sprecher. Zusätzliche Sicherheit verspricht Google, wenn die Installation von Apps aus unbekannten Quellen inaktiv bleibt.

Patch gegen QuadRooter kann dauern

Die QuadRooter-Lücke an sich, die in der Architektur der LTE-Chips von Qualcomm begründet ist, bleibt unterdessen aber bestehen. Einen entsprechenden Patch von Qualcomm gibt es zwar bereits, aufgrund der Fragmentierung von Android wird es jedoch voraussichtlich noch lange dauern, bis dieser überall ankommt.

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peter

Na Google ist ja mal wieder lustig. Ausgerechnet die genannte Funktion Android-Option "App überprüfen" ist wie ein Schweizer Käse und lässt jeden Müll durch. Wie sonst kommen aus dem Store die "unsauberen" Apps aufs Smartphone?
Da soll wohl mal wieder die Allgemeinheit besänftigt werden?

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