"Project Glass"

Google forscht an Augmented-Reality-Brillen

05.04.2012
Der Internetkonzern Google hat ein Forschungsprojekt gestartet, das Informationen aller Art in das Sichtfeld einer Brille einblenden will.
Google-Glass-Designstudie
Google-Glass-Designstudie
Foto: Google

Drei Mitarbeiter des Projekts in den geheimen Google[x]-Labors schrieben im Sozialen Netzwerk Google+, es gehe darum, dass die Technologie immer dann da sei, wenn sie gerade benötigt werde und wieder verschwinde, wenn sie nicht mehr gebraucht werde. An dem Projekt ist auch der gebürtige Solinger Sebastian Thrun beteiligt, der an der Stanford University in Kalifornien einen Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz hatte und unter anderem maßgeblich an Googles Forschung zu selbstfahrenden Autos mitgearbeitet hat.

Zu dem "Project Glass" (Projekt Brille) stellte Google fünf Fotos mit Designstudien und ein Video vor. Darin läuft eine Person durch eine Stadt und erhält ständig Informationen im oberen Sichtfeld der Brille angezeigt: Termine, Wetterdaten, Chat-Anfragen von Bekannten, deren aktuellen Standort oder Navigationshinweise einer Routenplanung. Auch soll es möglich sein, mit der Brille Fotos aufzunehmen und die gerade aktuelle Sicht mit anderen zu teilen.

Die technologische Umsetzung des Projekts ist offenbar noch in einem frühen Stadium. Google erklärte, es wolle schon jetzt darüber informieren, um Anstöße von Interessenten zu erhalten. Erste Gerüchte über Project Glass waren bereits früher in diesem Jahr durchgesickert.

Der Brite Tom Scott hat blitzschnell reagiert und bereits eine durchaus amüsante Parodie des Glasses-Videos bei YouTube eingestellt: