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Google expandiert in die Offline-Werbung

06.11.2006
Bei Google können Firmen ab dieser Woche Anzeigen in mehr als 50 gedruckten Zeitungen schalten.

Der Internet-Konzern verstärkt damit seine Aktivitäten in der traditionellen Medienwelt. Das ganze ist zunächst aber nur als dreimonatiger Testballon angelegt. Dieser ist auf eine Gruppe von gut 100 ausgewählten Google-Werbekunden beschränkt. Zu den Blättern, in denen sie jetzt testweise auch Print-Anzeigen über Googles Website schalten können, gehören unter anderem die „New York Times“, die „Washington Post“, der „Boston Globe“ sowie der „Philadelphia Inquirer“.

Die werden sich freuen, leiden sie doch wie die gesamte Print-Branche unter dem Abwandern der Werbekunden ins Netz. Weniger freuen werden sich – falls der Test erfolgreich verläuft und das Produkt dauerhaft etabliert wird - allerdings ihre Anzeigenverkäufer, deren Jobs durch Googles automatisierte Lösung wohl überflüssig werden.

Google versucht, sich über das Internet hinaus neue Umsatzströme zu erschließen. Die Firma hatte schon zuvor angekündigt, sie wolle dazu in die Bereiche Print, Radio sowie Fernsehen expandieren. CEO Eric Schmidt sagte Journalisten im letzten Monat, allein in der Verwaltung von Radiowerbung wolle Google künftig 1000 Mitarbeiter beschäftigen (zu Ende September waren es im ganzen Unternehmen 9600). (tc)