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"Consumer Surveys"

Google expandiert in die Marktforschung

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Mit seinem neuen, zunächst auf die USA beschränkten Angebot "Consumer Surveys" expandiert Google wieder einmal in ein neues Geschäftsfeld.
Eine Umfrage ist laut Google mit dem Web-Tool flugs angelegt.
Eine Umfrage ist laut Google mit dem Web-Tool flugs angelegt.
Foto: Google

Unternehmen können über Consumer Surveys einfach und schnell Fragen zu ihren Produkten, ihrem Image oder ihrer Branche stellen. Die Fragen werden über die Webseiten von Verlagen entweder zufälligen Besuchern oder einer ausgewählten demographischen Untermenge präsentiert, der Kunde erhält anschließend eine detaillierte Auswertung.

Teilnehmer der Umfrage werden belohnt, indem sie mit ihrer Antwort den Zugriff auf ansonsten kostenpflichtige Premium-Inhalte bekommen; die Publisher (News-Webseiten, Video-Anbieter und App-Entwickler) wiederum bekommen von Google Geld dafür, dass sie ihrem Publikum die Fragen einblenden. Und der Kunde, der eine Umfrage einstellt, zahlt pro Antwort 10 US-Cent für die Gesamtbevölkerung oder 50 Cent für eine demographische Untergruppe - laut Google ist qualitativ vergleichbare traditionelle Mafo zehn Mal so teuer.

Auf der Infoseite zu Google Consumer Surveys finden sich bereits einige Case Studies von Firmen, die das Tool nutzen, darunter der bekannte Laptop-Taschenhersteller Timbuk2. Ob und gegebenenfalls wann der Service auch nach Deutschland kommt, konnte Firmensprecher Stefan Keuchel auf Nachfrage nicht sagen.